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Gerd-Killian-Projektförderung

Mit dem Erbe etwas Gutes tun

Doris-Gerd-Killian

Mit Ihrem Testament können Sie Ihren letzten Willen verbindlich festhalten und damit bestimmen, was mit Ihrem Nachlass passiert. Neben Menschen, die Ihnen nahestehen, können Sie auch Institutionen, wie die Deutsche Herzstiftung e.V. mit einer Erbschaft oder einem Vermächtnis bedenken. Dazu entschied sich auch Doris Killian, die nach dem tragischen Tod ihres Sohnes Gerd, die Herzstiftung als alleinige Erbin bestimmte. In seinem Gedenken wurde der "Gerd-Killian-Fonds" eingerichtet.

Schicksalsschlag aus heiterem Himmel

Er tritt schnell und meistens völlig unverhofft ein. Kaum eine Erkrankung lässt Menschen so unerwartet sterben wie der plötzliche Herztod. Über 65.000 Menschen jedes Alters werden auf so tragische Weise aus dem Leben gerissen und lassen Angehörige und Familien mit Trauer und Verzweiflung zurück.

So ist es auch Doris Killian ergangen, die gleich mehrere Schicksalsschläge in kürzester Zeit hintereinander verkraften musste. Erst betrauerte sie den Verlust ihres Mannes und dann zeitnah den Tod ihres geliebten Sohns Gerd, der völlig unerwartet am plötzlichen Herztod starb. Ursache für seinen viel zu frühen Tod: ein unerkannter angeborener Herzfehler.

Damit nicht weitere Familien den gleichen Schicksalsschlag verkraften müssen, suchte Doris Killian nach einem Weg, die Forschung auf dem Gebiet der angeborenen Herzfehler voranzutreiben. Zu diesem Zweck vermachte sie ihr gesamtes Vermögen der Deutschen Herzstiftung e.V.

Nach Ihrem Tod im Jahr 2007 richtete die Herzstiftung, Doris Killians Willen entsprechend, die Gerd-Killian-Projektförderung ein und unterstützt seit 2009 junge Wissenschaftler mit patientennahen Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der angeborenen Herzfehler.  

Ein Beispielprojekt, welches in diesem Rahmen 2018 gefördert wurde, ist die Entwicklung von Nanodrähten, um Kindern mit Herzfehler unnötige Eingriffe ersparen zu können.

Dr. med. Axel Rentzsch,
© Rüdiger Koop Dr. med. Axel Rentzsch, Klinik für Pädiatrische Kardiologie, Universitätsklinikum des Saarlandes

Ein Netz, das Leben retten kann

Jedes Jahr kommen in Deutschland rund 8.500 Kinder mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt. Dank des medizinischen Fortschritts erreichen heute rund 90 Prozent aller Herzkinder das Erwachsenenalter. Einen großen Anteil am besseren Überleben haben Implantate wie Stents (Gefäßstützen) und künstliche Herzklappen.

Ist bei Kindern mit angeborenem Herzfehler ein operativer Eingriff notwendig, können Stents helfen, den optimalen Zeitpunkt für die herzchirurgische Operation hinauszuzögern, bis das Kind die OP besser verträgt. Ein Team um den Kinderkardiologen Dr. Axel Rentzsch vom Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg/Saar (UKS) hat für Kinder-Stents und künstliche Herzklappen eine neue Beschichtung aus Nanodrähten entwickelt.

Der große Vorteil: sie verträgt sich sehr gut mit dem Blut. Infolgedessen kann z. B. das Risiko von Blutgerinnseln in den Herzkranzgefäßen oder an den Herzklappen eines Kindes verringert werden. Dies haben Untersuchungen der UKS-Forscher gezeigt. Die Projektförderung der Deutschen Herzstiftung unterstützt Tests in echten Gefäßen.

„Mit der Förderung dieser wichtigen Arbeit könnten den betroffenen Kindern vermeidbare Eingriffe und damit verbundene Risiken erspart bleiben“, betont Prof. Thomas Meinertz, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung, bei der Vergabe der „Gerd Killian-Projektförderung“ an die UKS-Forscher.

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